Simmers surft in Margaret River erstmals aufs Podest auf der WSL Championship Tour 2026

Die Gewinnerin der World Surf League (WSL) Championship Tour 2024, Caitlin Simmers, erreichte beim zweiten Lauf der Serie 2026 beim Margaret River Pro in Westaustralien ihren ersten Podiumsplatz der neuen Saison. Titelverteidigerin Molly Picklum verpasste das Podium nur knapp.

Nach dem Auftakt der 50. Jubiläumssaison der WSL zwei Wochen zuvor beim Rip Curl Pro Bells Beach nahe Melbourne reiste die Surf-Elite quer durch Australien zum berühmten Surfspot in Westaustralien, um den zweiten von vier Auftaktläufen in Australien und Neuseeland zu bestreiten.

Am dritten Wettkampftag am Freitag in Margaret River wurden Wellen von 1.20 bis 1.80 Metern Höhe gesurft und einige der höchsten Wertungen des Events erzielt. Die Gewinner von Bells Beach, Gabriela Bryan und Miguel Pupo, schieden aus. Damit kämpften Simmers (USA), Luana Silva (BRA), Lakey Peterson (USA), Gabriel Medina (BRA) und Samuel Pupo (BRA) um den Sieg.

Das mit Spannung erwartete Viertelfinale zwischen Simmers und der fünffachen Weltmeisterin Carissa Moore (HAW) enttäuschte die Fans nicht. Nach einem anfänglichen Schlagabtausch, der Moore einen leichten Vorteil verschaffte, ritt Simmers eine der größten Wellen des Tages und zeigte zwei solide Carves mit einem spektakulären Layback am Ende der Welle. Dies brachte ihr 8.50 Punkte ein – die höchste Einzelwellenwertung des Tages –, wodurch sie die Olympiasiegerin auf Distanz hielt und ins Halbfinale einzog.

„Ich finde, Geschwindigkeit ist das beste Gefühl beim Surfen, deshalb jage ich dem immer hinterher, egal ob im Wettkampf oder beim Freesurfen. Ich wusste, ich musste die Lippe treffen und einen steilen Teil der Welle erwischen, um Carissa überhaupt gefährlich werden zu können, denn sie ist eine der besten Surferinnen aller Zeiten. Ich habe mir schon mit zehn Jahren Videos von ihr angeschaut, deshalb ist es etwas ganz Besonderes, so einen Wettkampf zu erleben. Ich glaube, daran werde ich mich noch lange erinnern“, sagte die 20-jährige Simmers.

Simmers‘ Siegchancen endeten im Halbfinale, wo sie auf Luana Silva traf, welche die Titelverteidigerin Picklum im Viertelfinale ausgeschaltet hatte. Die Brasilianerin konnte mit ihren zwei Wellen von 7.00 und 7.27 Punkten Simmers‘ zwei besten Wellen von 7.83 und 5.83 Punkten knapp schlagen. Dennoch bedeutete der dritte Platz auf dem Podium Simmers‘ ersten Podiumsplatz der Saison. Nach zwei Events liegt sie auf Platz fünf der Tourwertung.

Im Damenfinale traf Silva auf Lakey Peterson. Die Amerikanerin, die auf ihrem Weg ins Finale sowohl Erin Brooks (CAN) als auch Caroline Marks (USA) besiegt hatte, holte sich zum zweiten Mal in Margaret River den Sieg und verbesserte sich in der Gesamtwertung um fünf Plätze auf Rang zwei.

Den Herrenwettbewerb gewann der überraschende Lokalmatador George Pittar vor dem amtierenden WSL-Champion Gabriel Medina aus Brasilien. Medina verließ Margaret River jedoch mit dem Führungstrikot der Championship Tour.

„Ich kann nicht länger denken, ich sei nur eine Nummer in der Rangliste. Ich will hier dabei sein. Ich will ein ernstzunehmender Konkurrent sein. Ich will ganz oben mitspielen. Es ist so schwer, einen dieser Wettbewerbe zu gewinnen. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich es geschafft habe“, sagte der Australier, der nun in der Punktewertung hinter Medina auf Platz zwei liegt.

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